Am häufigsten werden wir gefragt, was der Unterschied zwischen Leinöl und Leindotteröl sei. Leinöl kennt jeder, Leindotteröl ist relativ unbekannt.
Die beiden Pflanzen sind trotz der Namensähnlichkeit nicht miteinander verwandt. Leindotter ist ein Kreuzblütengewächs und damit näher mit dem Raps verwandt als mit dem Lein. Er blühte früher „dottergelb“ als Beikraut im blauen Lein und kam so zu seinem Namen – heute ist er eine wiederentdeckte Kulturpflanze.
Ähnlichkeiten haben die beiden Pflanzen aber im Hinblick auf ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften: beide haben einen ähnlich hohen Omega 3-Gehalt. Zwar ist das Leinöl mit über 50 % Omega 3 der Spitzenreiter unter den Ölen, doch das hilft jenem wenig, der den nussigen und leicht bitteren Geschmack von Leinöl nicht mag. Andere lieben genau diesen Geschmack.
Leindotteröl ist dagegen wesentlich universeller im Geschmack: es schmeckt gemüsig-erbsig und ist ein ideales Salatöl. Sein Omega 3-Gehalt liegt bei 30 bis 40 % und steht dem Leinöl damit kaum nach. Deshalb und wegen des einmaligen Geschmacks ist das Leindotteröl unser Bestseller: regional, lecker, gesund und selten zu bekommen.
Seit Kurzem verkaufen wir unser Öl im Museumsshop des LWL-Freilichtmuseum Hellerlecht in Detmold und haben dafür diese Übersicht erstellt, damit die KundInnen auch aufgeklärt werden, wenn wir gerade nicht selbst hinterm Tresen stehen.

